{"id":427,"date":"2017-04-16T17:24:29","date_gmt":"2017-04-16T16:24:29","guid":{"rendered":"http:\/\/heinzjulen.com\/de\/press\/?p=427"},"modified":"2017-06-01T17:33:04","modified_gmt":"2017-06-01T16:33:04","slug":"mein-haus-ist-dein-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heinzjulen.com\/de\/press\/mein-haus-ist-dein-haus\/","title":{"rendered":"&#8220;Mein Haus ist dein Haus&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Was an meiner Architektur anders sei, wurde ich k\u00fcrzlich gefragt. Nun, in erster Linie bin ich K\u00fcnstler. Ein Freigeist. Diese\u00a0Sicht auf die Dinge spiegelt sich in allem wider, was ich tue. Ich bin kein ausgebildeter Architekt, deshalb liegt mein Augenmerk\u00a0klar auf der Raumgestaltung und auf den M\u00f6beln, die ich selbst entwerfe. Meine\u00a0Ideen entstehen aus der Arbeit heraus. Ich versuche immer, eine Geschichte damit zu erz\u00e4hlen. Ich habe also ein Projekt im Kopf, fange an zu zeichnen \u2013 und dann entsteht eine ganze Welt. Es ist mehr ein spielerisches Umgehen mit Kreativit\u00e4t, als eine krampfafte Suche danach. Wenn ich plane, bin ich in einer Art Traumzustand, es gibt nichts, was es nicht gibt. In der sp\u00e4teren Umsetzung muss\u00a0es nat\u00fcrlich realistisch und machbar sein, doch bis es soweit ist, bin ich frei.<\/p>\n<p>Schon als kleiner Junge baute ich mir meine eigene Welt, kreierte die Umgebung, in der ich mich am liebsten aufielt. Die gr\u00f6sste Herausforderung besteht f\u00fcr mich heute darin, Orte zu erscha en, an denen sich andere Menschen genauso wohlf\u00fchlen. Getreu dem Motto: \u201eMein Haus ist dein Haus\u201c wohne\u00a0ich mit meiner Familie in der obersten Etage unseres Backstage-Hotels in Zermatt und w\u00fcn- sche mir, dass sich unsere G\u00e4ste hier ebenfalls zuhause f\u00fchlen. Denn ihre Zeit ist wertvoll. Deshalb ist es mir wichtig, den Moment zu ins- zenieren, unvergessliche Augenblicke zu erzeu- gen, die den G\u00e4sten lange im Ged\u00e4chtnis haf- ten bleiben. Ich bin nicht der typische Hotelier, der seinen G\u00e4sten in der Halle die Hand dr\u00fcckt und ihnen einen\u00a0<i>guten\u00a0<\/i>Tag w\u00fcnscht oder im besten Fall einmal mit ihnen Ski f\u00e4hrt. Bei\u00a0mir dr\u00fcckt sich die Bindung zum Gast vor allem durch dasselbe erlebbare Gef\u00fchl aus, wenn man die R\u00e4ume meines Hotels betritt oder die Appartements, Chalets, Lofts und Restaurants in der n\u00e4heren Umgebung, die ich auch gestal- tet habe. Dadurch bin ich f\u00fcr den Gast grei ar. Wenn ich dieses Gef\u00fchl transportieren kann, habe ich mein Ziel erreicht.<\/p>\n<p>Das \u201eBackstage\u201c ist kein konventionelles Feriendestinationshotel, in das man mit Sack und Pack anreist und vierzehn Tage bleibt. Es liegt mitten im Zentrum, ist\u00a0also quasi ein st\u00e4dtischer Betrieb. So kann man die Bergkulisse mit freiem Blick auf das Matterhorn geniessen, ist aber gleich- zeitig am Puls des Geschehens. Unser\u00a0Publikum ist jung und urban, kunst- und kulturinteressiert, gerne unter Menschen,\u00a0im Ausgang oder am Shoppen. Genau diese Interessen decken wir in unserem Haus\u00a0mit zwanzig Zimmern ab \u2013 und mit einem eigenen Kino, einer Konzertb\u00fchne, einer zeitgen\u00f6ssischen Kunstgalerie, einem gross- z\u00fcgigen Wellnessbereich, drei verschiedenen Gastronomiebetrieben, unter anderem un- serem mehrfach ausgezeichneten Restaurant \u201eAfter Seven\u201c, in dem in den Wintermonaten Sternekoch Ivo Adam am Herd steht. Wir wollten ganz bewusst nicht das typische Bergdorfotel-Bild bedienen, mit Schafen, Ziegen und Geranien im Garten. Nat\u00fcrlich spricht das auch ein Zielpublikum an und weckt Emotionen bei bestimmten G\u00e4sten. Wir wollten aber andere Emotionen wecken. Doch egal, welche Gef\u00fchle man auch immer hervorrufen m\u00f6chte, wichtig ist, dass das, was man macht, echt ist. Ich bin kein Freund von Imitationen. Neubauten, die aussehen sollen, als seien sie 300 Jahre alte Kuhst\u00e4lle, nde<\/p>\n<p>ich verlogen. Mit Traditionen setze ich mich durch die Auswahl der Materialien, die ich\u00a0f\u00fcr meine M\u00f6bel, Lampen und Skulpturen ver- wende, auseinander \u2013 ich benutze Altholz oder Naturstein. Und inszeniere dabei alles so, dass der Gast die Elemente, die in einen zeitgen\u00f6s- sischen Bau integriert wurden, bemerkt. So ge- lingt es mir, eine Spannung zwischen Tradition, Gegenwart und Zukunft aufzubauen.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt nde ich, sollten wir Schweizer Hoteliers viel mehr Wert auf gute Materialien legen. Diese m\u00fcssen nicht unbedingt edel, aber mit Bedacht ausgew\u00e4hlt und sch\u00f6n verar- beitet sein. Zum Gl\u00fcck haben wir hierzulande wirklich fantastische, vision\u00e4re Projekte und m\u00fcssen uns nicht verstecken.<\/p>\n<p><em>UNSER\u00a0KOLUMNIST,\u00a0HEINZ JULEN,\u00a052, ist K\u00fcnstler und Unternehmer. Ihm geh\u00f6rt das Vier-Sterne-\u201eBack- stage\u201c-Hotel in Zermatt mit dem Veranstaltungs- lokal \u201eVernissage\u201c im selben Geb\u00e4ude, wo das Musikfestival \u201eZermatt Unplugged\u201c vor zehn Jahren erstmals statt- fand. Zahlreiche andere Restaurants und H\u00e4user wurden ebenfalls von ihm gestaltet; die M\u00f6bel daf\u00fcr entwirft er selber und l\u00e4sst sie im eigenen Pro- duktionsbetrieb mit zehn Mitarbeitern herstellen. Er lebt mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern im \u201eBackstage\u201c-Hotel\u00a0in Zermatt. (www.heinzjulen.com)\u00a0<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/heinzjulen.com\/de\/press\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/heinz_julen_press_01_17_DE_03_Schild.pdf\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-240 size-full\" src=\"https:\/\/heinzjulen.com\/de\/press\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/pdf_icon.png\" alt=\"pdf_icon\" width=\"115\" height=\"115\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/heinzjulen.com\/press\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/heinz_julen_press_01_17_DE_03_Schild.pdf\">Download PDF<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/heinzjulen.com\/press\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/heinz_julen_press_01_17_DE_03_Schild.pdf\">3.4MB<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was an meiner Architektur anders sei, wurde ich k\u00fcrzlich gefragt. Nun, in erster Linie bin ich K\u00fcnstler. Ein Freigeist. Diese\u00a0Sicht auf die Dinge spiegelt sich in allem wider, was ich tue. 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